Parkhaus II Sengenthal

Projektname: 
Parkhaus II Sengenthal
Project category: 
BIM Awards
Firma: 
Max Bögl
Land: 
Deutschland
Projektdaten: Abmessungen: 80*50*16m, 936 Fertigteile mit ca. 10.000 t, 1.200 t Ortbeton

Die Hauptverwaltung des Bauunternehmens Max Bögl in Sengenthal wird um ein Parkhaus erweitert. Die auf vielen BIM Aspekten basierende Planung war einer der Schlüssel zum Erfolg, durch welche die Montage der letzten Fertigteile zwei Wochen vor Terminplan stattfinden konnte. 

Es wurden insgesamt 936 Fertigteile mit ca. 10.000 Tonnen, 1200 Tonnen Ortbeton in Form von Fundamenten und 15 Tonnen Stahlbau als Überdachungen und Giebelstützen verbaut. In dem Gebäude werden 828 Stellplätze mit einer Größe von 2,50 x 5,00 m bei einer Fahrgassenbreite von 6,00 m zur Verfügung stehen. Die komplette Entwurfs- und Ausführungsplanung wurde bei Max Bögl im Haus vorgenommen, zudem wurden neue BIM Methoden getestet.

Akkurate Modelldaten für gesteigerte Qualität

Nach der Entwurfsplanung wurde die Ausführungsplanung für Beton und Stahlbau mit der BIM-Software Tekla Structures durchgeführt. Wegen der Größe des Projekts wurden mehrere Teilmodelle erstellt, für Treppenhäuser, Gründung und Stützen, Tragplatten und ein Teilmodell für den Stahlbau. So hatte jedes Planungsteam alle benötigten Daten parat, und für die Abstimmung und gegenseitiges Referenzieren wurde ein Tekla BIMsight-Modell eingesetzt. 

In Tekla Structures wurden detaillierte Ausführungsmodelle für Fertigteile, Ortbeton und Stahlbau erstellt. Aus diesen wurden Zeichnungen abgeleitet, sowie Daten für die Ansteuerung von Fertigungsmaschinen bereitgestellt. Die Modelldaten wurden für die Fertigung in Form von BVBS, Unitechnik und NC Daten zur Verfügung gestellt und konnten so zu einer Steigerung der Qualität beitragen.

Visualisierter Status- und Terminplan 

Im Programm Ceapoint desiteMD flossen Status - und Terminplaninformationen zusammen, wurden verwaltet sowie allen Projektbeteiligten zur Verfügung gestellt. Dazu wurden Tekla-Modelle über CPIXML importiert und mit Statusinformationen wie Planfreigaben, Ist-Produktion, Soll-Fertigstellung oder Ist-Fertigstellung versehen. Eine Verknüpfung mit dem Terminplan ermöglichte eine visuelle Soll-Ist-Auswertung.

Mobile Statusverfolgung von Fertigteilen

Auf der Baustelle wurde eine von Max Bögl entwickelte App für mobile Endgeräte zum Verfolgen des Fertigteilstatus getestet. Mit der Entwicklung war es möglich, durch Abfotografieren des Bauteilstrichcodes eine Statusrückmeldung des Bauteils zu erzeugen, z.B. „Auf Baustelle geliefert“ oder „An der Achse A1/A2 montiert“. Diese Informationen fließen im bereits erwähnten Programm desiteMD mit allen anderen Statusinformationen zusammen. Dank der App kann zukünftig der Fertigteilstatus von Fertigung bis Montage jedem Projektbeteiligtem zur Verfügung stehen.

Modellbasierte Vermessung mit Trimble Field Link

Erstmals wurde die Software Trimble Field Link zusammen mit der Station Trimble RTS773 eingesetzt. Mit diesem System ist es möglich, Soll-Punkte aus Tekla Structures auf der Baustelle abzustecken und gleichzeitig aufgenommene Ist-Punkte in Tekla Structures zurück zu spielen, um etwaige Abweichungen festzustellen. Es ist kein Vermessungspersonal notwendig, um z.B. Fundamente abzustecken, der Anwender wird mit Tablet und Prismenstab zielsicher an die richtigen Positionen geführt. Das System hat sich in der Praxis bewährt und der zuständige Polier konnte nach anfänglicher Skepsis voll und ganz vom System überzeugt werden.

 

Vorteile von BIM und Tekla in diesem Projekt: 

 

  • Austausch zwischen den Fachplanern durch Referenzmodelle
  • Angebundene Vermessung
  • Fertigungsansteuerung
  • Aktueller Planungs- / Projektstatus für jeden Beteiligten visuell einsehbar
  • Hochbewehrte Bereiche, z.B. Konsolen konnten zuverlässig geplant werden
     
2. Platz - Gewinner Tekla DACH BIM Awards 2016

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