Tekla News - Frühjahr 2017

Neue Softwareversionen, neue Projekte

In dieser Ausgabe der Tekla News stellen wir innovative Projekte, Unternehmen und Werkzeuge vor, die sich besonders durch fortschrittliche Technologien und ausgefeilte Prozesse auszeichnen. Vorreiter auf diesem Gebiet sind beispielsweise die GA-Gruppe, Sieger der Tekla Global BIM Awards, das kenianische Unternehmen Zenith Steel Fabricators, das die Stahlbaufertigung in Ostafrika ins Zeitalter der Automatisierung führte, und Midland Steel, Experten für die Erstellung von detailgetreuen virtuellen Gebäudemodellen. Zudem gibt es interessante Anwendungen, die Sie kennenlernen sollten. 

In dieser Ausgabe: 

Eine Fülle von Neuerungen: Tekla Structures 2017 

Tekla Structures 2017

Die verbesserte Benutzeroberfläche in der neuen Version macht die Zusammenarbeit effizienter und sorgt für höhere Produktivität in der Modellierung und Entwurfsabstimmung. Tekla Structures 2017 bietet eine anpassbare Benutzeroberfläche, eine kontextabhängige Symbolleiste und weitere Verbesserungen, die eine schnellere, einfachere Modellierung und eine effizientere Kommunikation des Entwurfs ermöglichen. Neue Anbindungen verbessern die Interoperabilität.
In der neuen Version lassen sich direkte Änderungen besser steuern, der Organizer ist schneller und die Funktionen für Übersichtszeichnungen und Detailzeichnungen wurden verbessert. Die Benutzeroberfläche verfügt nun über ein anpassbares Menüband und eine kontextabhängige Symbolleiste, die für alle Benutzer in Ihrem Unternehmen bereitgestellt werden können. 

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Campus Thales: Das GA-Siegerprojekt in der Kategorie BIM 

Die französische GA-Gruppe gewann die Tekla Global BIM Awards 2016 aufgrund ihrer erfolgreichen Arbeit beim Projekt Campus Thales in Bordeaux, Frankreich. Das Projekt umfasst sechs Gebäude mit einer Gesamtfläche von 60.000 Quadratmetern für rund 2.500 Mitarbeiter. Der hochentwickelte industrielle Prozess von GA bürgt für vertragsgemäße Qualität und Fertigstellung sowohl bezüglich der Termine als auch der Kosten. Das Unternehmen erforscht und entwickelt Lösungen, die im Hinblick auf Technologie, Energieverbrauch und Umweltaspekte überzeugen. 

Leichtere Kommunikation und hervorragende Qualität
GA hat die verschiedenen am Projekt beteiligten Unternehmen durch ein kombiniertes Modell zusammengebracht. Der im Unternehmen angewendete FullBIM®-Prozess mobilisiert die aktive Zusammenarbeit aller Beteiligten und stellt ihnen stets aktualisierte Echtzeit-Projektinformationen zur Verfügung. Detailgetreue Gebäudemodelle ermöglichen genaue Kalkulationen, automatisierte Massenermittlung sowie ein effizientes Projektmanagement und sorgen für Just-in-Time-Anlieferungen auf der Baustelle.

Die Modelle lieferten auch Informationen für die Produktion in den Fertigungswerken von GA. In jede Komponente wurden Planungsinformationen eingebettet, z. B. Produktionsfreigabedatum und zugewiesenes Fertigungswerk. Das Baumaterialmanagement vor Ort, Positionen von Traggerüsten, Kränen usw. waren ebenso Bestandteil des BIM-Prozesses bei GA wie der Einsatz der Fertigungsanlagen und die Programmierung der Biegemaschinen für die Bewehrung. 


Die Modelle kamen beim Entwurf, bei der Detaillierung und der Bauausführung des Campus Thales ständig zum Einsatz – doch damit nicht genug. Auch nach Baufertigstellung sind die Modelle extrem hilfreich für die Instandhaltung der Gebäude. 

Erfahren Sie mehr über den Campus Thales und GA

 

Zenith Steel: Führend in automatisierter Stahlbaufertigung in Ost- und Zentralafrika

Zenith Steel ist mit seiner vollautomatisierten Stahlbaufertigungslinie technologischer Vorreiter für ganz Ost- und Zentralafrika.

 „Wir wollten uns technologisch auf den neuesten Stand bringen”, erklärt Raheem Biviji, Managing Director von Zenith Steel Fabricators Ltd. „Die meisten großen Unternehmen verwenden Tekla Structures. Daher wollten wir diese Lösung ebenfalls einführen.”

Um seine technologische Führungsposition auszubauen, entschied sich Zenith Steel für Tekla Structures, eine vollautomatisierte Produktionslinie von FICEP sowie die Stahlbaufertigungssoftware Steel Projects PLM. Dieses Trio bildet die Grundlage für eine spürbare Produktivitätssteigerung und höhere Präzision.

Durch die Kombination der drei Elemente kann das Unternehmen die Tekla-Modellinformationen über den gesamten Fertigungsworkflow hinweg optimal nutzen. Die Tekla-Modelldaten lassen sich direkt an Steel Projects PLM exportieren. Vor der Weiterleitung der Daten an die FICEP-Anlage wird die manuelle Schachtelung durch automatische Schachtelungsinformationen ersetzt, was zu höherer Präzision und besserer Materialnutzung führt. Vor Ort sind weniger Probemontagen erforderlich, da alles perfekt passt.

„Dies bringt uns enorme Einsparungen, da überflüssige Zeitverschwendung eliminiert wird”, sagt Biviji. „Dank der weltweit führenden Technologien unserer automatisierten Fertigungsanlagen können wir unseren Kunden beste Qualität und kürzeste Projektabwicklungszeiten bieten. Dies ist in der Tat unser großer Vorteil gegenüber den Mitbewerbern. Ein durchgängiger Informationsfluss vom Entwurf bis zur Fertigung und Montage sorgt dafür, dass alle Abteilungen Hand in Hand zusammenarbeiten. So können mehr Aufgaben in deutlich kürzerer Zeit bewältigt werden”, erklärt Raheem Biviji.

Lesen Sie das ganze Interview, um zu erfahren, wie dieser afrikanische Pionier Hindernisse auf dem Weg überwunden und zu neuen Stärken gewandelt hat 

Effizientere Prozesse bei Midland Steel Reinforcement Supplies

Midland Steel ist der am schnellsten wachsende Hersteller von Bewehrungsstahl im Vereinigten Königreich und Irland und Experte für die Erstellung von detailgetreuen virtuellen Gebäudemodellen. Das Unternehmen nutzt Tekla-Software zum Erzeugen von akkuraten, detailgetreuen Gebäudemodellen, zum Visualisieren von großen Materialmengen und zum Erstellen von genauen Zeitplänen und Zeichnungen auf Basis des Modells. 
„Mit Tekla Structures können wir unseren Auftragnehmern helfen, Kosteneinsparungen zu erzielen. Tekla Structures bietet ein Komplettpaket: beginnend vom Modell, der Bewehrungsplanung und konstruktiven Diskussionen mit dem Auftragnehmer bis hin zur Lieferabfolge und zu den auf der Baustelle anzuliefernden Teilen“, erklärt Tony Woods, Managing Director bei Midland Steel. „Die Investition in diese Software macht sich ab der ersten Minute ihres Einsatzes bezahlt, da Sie auf Anhieb Kosten und Zeit bei Projekten einsparen können. Die Software ist fantastisch und nach unserer Überzeugung die beste auf dem Markt.“

Durch effektiven Einsatz von Tekla 3D-Modellen konnte Midland Steel die Arbeitskosten für Schalungen um 20 % und die Gesamtkosten sogar um 25 % senken. Bauleiter und Poliere sind auf der Baustelle mit einem iPad unterwegs und können so erheblich produktiver arbeiten. „Durch die Nutzung von Tekla 3D-Visualisierungen, interne Zeitplanung, eigene Fertigung und Anlieferung von vorgefertigten Bewehrungselementen ist die Arbeitseffizienz auf der Baustelle insgesamt um sicherlich 50-60 % gestiegen”, ist Tony Woods überzeugt.

Lesen Sie die ganze Erfolgsstory 

 

Chameleon zur besten Tekla Structures-Anwendung gewählt

Benutzer von Tekla Structures können eigene Anwendungen erstellen, um die vorhandenen Funktionalitäten zu erweitern. Über die Tekla Open API™ (Application Programming Interface) können diese Anwendungen in die Tekla-Modellierungsumgebung integriert werden und dort mit anderen Komponenten kommunizieren. 

Im Tekla Open API-Wettbewerb treten von Nutzer und Entwicklern erstellte Tekla Structures-Anwendungen gegeneinander an. Gewinner des jüngsten Wettbewerbs ist Chris Carasone mit seinem Tool „Chameleon”. Chameleon dient dazu, einzelne benutzerdefinierte Attribute (UDA) zu ändern. 

Der Wettbewerb fand während des Tekla Discussion Forum für Entwickler statt. Weitere Informationen