Tekla News für das Bauwesen, Sommer 2015

Klingt unmöglich?

Eine Stahlkonstruktion in fließender, organisch wirkender Form – mitten in einem 600 Jahre alten Stadtteil. Ein Flughafenausbau mit Gebäudemodellen, die auf eine Lebenserwartung von 50 Jahren ausgelegt sind, weil die Modelldaten für Sanierungsarbeiten im Jahr 2060 benötigt werden. Ein neues Gerät mit dem das holographische Bild eines Konstruktionsmodells mit der Struktur eines realen Gebäudes kombiniert wird.  Klingt unmöglich? Nicht in der Sommerausgabe der Tekla News.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

 

Samsung C&T erschafft weltweit größtes Gebäude mit freier Form

Das Dongdaemun Design Plaza (DDP) ist das neue architektonische Wahrzeichen von Seoul, der Hauptstadt Südkoreas. Das Kulturzentrum wurde von der berühmten Architektin Zaha Hadid entworfen und befindet sich im 600 Jahre alten Stadtteil Dongdaemun. Mit seinen futuristischen, fließenden Linien ist das 86.574 m² große DDP das größte Freiform-Gebäude der Welt. Es besitzt innen keinerlei Stützen und das Dach wird durch die sogenannte Megatruss-Bauweise gestützt.

Der Generalunternehmer Samsung C&T musste sich aufgrund des engen Zeitrahmens, des knappen Budgets und der außergewöhnlichen Geometrie einer ganzen Reihe an Herausforderungen stellen. Während der Entwicklung wurde schnell klar, dass 2D-Methoden nicht ausreichen, um das Gebäude zu konstruieren. Das Unternehmen entschied, Building Information Modeling (BIM) einzusetzen, um das Projekt erfolgreich abzuschließen. DDP war das erste Gebäude, welches Samsung C&T vollständig mit BIM konstruierte – vom Fundament bis hin zu Tragwerk, Gebäudetechnik und Innenraum.

Durch die getrennte Entwicklung von 2D-Zeichnungen und 3D-Modellen während der Designphase kam es jedoch zu einigen Unstimmigkeiten bei den Daten. Samsung C&T beauftragte Tekla, um die Diskrepanzen zu beheben und war so in der Lage, binnen drei Monaten nahezu alle Fehler zu eliminieren. Als BIM bei Samsung C&T einmal im Einsatz war, konnten das Unternehmen mit Hilfe von Tekla Informationen für die Produktplanung sowie Materiallisten extrahieren, Kräne richtig platzieren und Zeichnungen erstellen.

 

Das alte Tekla Extranet wird geschlossen: Lernen Sie die neuen Online-Dienste kennen!

Tekla hat seine Online-Dienste aktualisiert. Tekla Diskussionsforum, Warehouse, User Assistance and Downloads sind nun in aktualisierter Form verfügbar. Diese Bereiche enthalten nun alle Informationen, Dateien und sonstigen Inhalte des alten Extranets, welches nur noch bis Ende Juni zugänglich ist.

Wir weisen an dieser Stelle nochmals darauf hin, dass Sie einen  Tekla Account benötigen, um die Tekla Online-Services zu nutzen. Wenn Sie noch keinen Tekla Account besitzen, können Sie sich jetzt registrieren.

 

Tekla Forum "BIM im Massivbau": Mehrwert durch modellbasierte Planung und Ausführung

Building Information Modeling (BIM) ist derzeit in aller Munde. Doch welchen Mehrwert kann die modellbasierte Planung und Ausführung tatsächlich bieten und wie lassen sich entsprechende Prozesse in der Praxis für den Massivbau gestalten? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Tekla Forums „BIM im Massivbau“, welches am 18. Juni im Compass-Haus in Eschborn stattfand. Gemeinsam mit den Partnern HALFEN, RIB Software und MAX BÖGL, SketchUp-Distributor Softtech und Trimble-Vertriebspartner Allnav beleuchtete die Tekla-Veranstaltung die drei Zentralen Bereiche „Building Information Modeling“, „Building Information Management“ und „BIM auf der Baustelle“.

Bericht und Fotos der Veranstaltung

 

StatusTool: Fortschritt bei Fertigteilprojekten bestimmen und visualisieren

Bei der Herstellung von Fertigteilen können ineffiziente Projektkoordination und mangelnde Überwachung des Arbeitsfortschritts zu Verschwendung und unerwarteten Kosten in verschiedenen Entwicklungsstadien führen. Da bei einem Tekla Modell der Projektfortschritt visualisiert werden kann, können die Mitglieder des Projektteams den aktuellen Status besser erfassen und ihre Arbeit optimal planen.

In der Vergangenheit waren das Bestimmen des Status über benutzerdefinierte Attribute in Tekla Structures und die Festlegung von Visualisierungseinstellungen arbeitsaufwendig und fehleranfällig. Um die Benutzerfreundlichkeit dieses wertvollen Werkzeugs im Modell-basierten Workflow zu erhöhen, hat Tekla die neue Anwendung Status Tool veröffentlicht.

StatusTool ist benutzerfreundlich und einfach zu verstehen. Mit dem Werkzeug kann der Status von Modellobjekten effizienter bestimmt und visualisiert werden. So können Mitarbeiter in der Konstruktion, Fertigung und vor Ort den Arbeitsfortschritt besser überwachen und koordinieren.

 

Schweißautomatisierung: Teklas Zusammenarbeit mit PEMA

Fertigungs- und Schweißvorgänge können mit den präzisen Konstruktionsinformationen der Tekla Modelle optimiert werden. Das auf Schweiß- und Fertigungsautomatisierungen spezialisierte Unternehmen PEMA bietet jetzt auch Software-Lösungen an, mit denen Konstruktionsdaten direkt an die Fertigungsmaschinen im Werk übertragen werden können.

Durch die Nutzung der vorhandenen digitalen Daten können Fehler vermieden werden, die üblicherweise passieren, wenn die Daten manuell in die produktionsüberwachende Software eingegeben werden. Der Hersteller kann außerdem die Produktionsplanung besser überwachen und auf einfache Art Berichte erstellen.

Durch die Integration von Tekla und PEMA ist es sogar möglich, einzigartige Projektkomponenten mit dem höchsten Grad an Automatisierung herzustellen. Insbesondere Hersteller und Bauingenieure im Offshorebereich und Tiefbau können Projekte so zeitnah abwickeln und qualitativ hochwertige Ergebnisse liefern

Lesen Sie mehr zu Pema Weld Control 

 

Virtuelle Realität für die Baubranche: Trimble und Microsoft stellen tragbare holographische Technologie HoloLens vor

Tekla-Konzernmutter Trimble und Microsoft arbeiten zusammen, um der Baubranche die „Augmented Reality“ Brille Microsoft HoloLens zu bringen. Mit der tragbaren Technologie lassen sich 3D-Modelle holographisch anzeigen, wobei die Übergänge zur Realität fließend sind. Trimble und Microsoft wollen jetzt eine neue Generation von Lösungen entwickeln, mit denen Qualität, Transparenz und Zusammenarbeit über den gesamten Gebäudelebenszyklus von Entwurf über Bau bis zum Betrieb eines Bauwerks verbessert werden sollen.

Für die Baubranche bedeutet die Entwicklung der HoloLens, dass die Interaktion mit 3D-Modellen erweitert wird und weit über die Grenzen eines 2D-Computersystems hinaus geht. Projektteams werden neue Möglichkeiten eröffnet, um Modelle zu visualisieren, Entwürfe zu teilen und Änderungen anzupassen. Die ersten Forschungsaktivitäten von Trimble konzentrieren sich auf die Integration der HoloLens mit SketchUp und Trimble Connect, einer Software, mit der Planungs-, Ingenieur- und Bauunternehmen gemeinsam auf Daten zugreifen können.

 

Tekla unterstützt Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau (FDB) zum Thema BIM

Vertreter des Arbeitskreises Konstruktion der Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau (FDB) trafen sich am 7. Mai bei der Firma Bremer in Paderborn. Thema des Arbeitskreises war neben Neuregelungen im EC2, Berichten aus den Gremien und der Dauerhaftigkeit von Parkhäusern auch Building Information Modeling: Die Fachvereinigung setzt sich derzeit mit der Frage auseinander, ob und wie die Bauteilkataloge des FDB auf eine BIM-Arbeitsweise angepasst werden kann. Hier bringt sich Tekla mit Erfahrung und Fachwissen ein. Die Firma Bremer lockte die Teilnehmer mit einer Werksführung, bei der auch gerne gefachsimpelt wurde.

 

Gardermoen Terminal 2: Ein zukunftssicheres Bauprojekt

Das Tragwerksmodell des Terminals T2

Ein Sanierungsprojekt mit über 100 Auftragnehmern kann eine echte Herausforderung sein. Ein solches Projekt wird derzeit unter dem Namen „Gardermoen Terminal 2“ am internationalen Flughafen in Oslo, Norwegen, realisiert. Zu den Prioritäten des hauptverantwortlichen Bauingenieurbüros Aas-Jakobsen gehören eine höhere Flughafensicherheit und die Verbesserung des regulären Flughafenbetriebs.

Für Aas-Jakobsen waren informationsreiche Baudatenmodelle für das Projekt unverzichtbar. Avinor, der Flughafenbetreiber und Endkunde, gab die Modellierung als Anforderung für seine Auftragnehmer vor. Das BIM-Team verfügte über mehr als 100 Referenzmodelle, unter anderem für Lüftungsanlagen, Elektrizität und Gepäckabwicklung.

Mit Hilfe der Tekla Modelle kann Aas-Jakobsen die Bewehrung visualisieren, Dokumente extrahieren und Zeitpläne erstellen. Darüber hinaus werden die Modelldaten für die Bewehrungsproduktion genutzt, nachdem mit der Tekla Open API eine Applikation für die Einbindung erstellt wurde.

Da rund um den Flughafen regelmäßige Sanierungsarbeiten anfallen, werden die Gebäudemodelle künftig genutzt, um präzise Informationen über die bestehenden Strukturen bereitzustellen. Die Baudaten werden für den Flughafenbetreiber Avinor noch lange nach der Fertigstellung des Projekts von Nutzen sein.

 

 

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