Tekla News für das Bauwesen, Sommer 2014

 

Liebe Leser

Deutschland ist im Freudentaumel über den Sieg unserer Fußballnationalmannschaft in Brasilien.  Bei Tekla freuen wir uns darüber ganz besonders –  vor allem weil unsere Software Tekla Structures in zehn der 12 Fußballstadien für die Gebäudedatenmodellierung eingesetzt wurde.

Und auch sonst gibt es in der Sommerausgabe der Tekla News wieder Spannendes zu berichten: Ein von Tekla geführtes Forschungsprojekt hat ein neues Konzept für die Verwaltung von BIM-Modellen erarbeitet,  unser Kunde SH Structures erschafft im schottischen Falkir zwei riesige Pferdeskulpturen (siehe rechts) und Arup arbeitet an dem beeindruckenden Projekt OVE, einer 170 Meter hohen virtuellen Replikation des menschlichen Körpers. Zudem passt BIM jetzt auch bequem in Ihre Tasche – mit Tekla Field3D.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer!

Ihre Tekla GmbH

In dieser Ausgabe:

 

Anspruchsvolle Konstruktionen für die Fußballwettkämpfe in Brasilien

Wer die Fußballwettkämpfe in Brasilien verfolgt hat, dem sind die Stadien Arena Amazônia und Arena da Baixada sicher bekannt. Sie sind nur zwei der zehn Sportstätten für die Wettkämpfe, in denen  die BIM Software Tekla Structures zum Einsatz kam – darunter auch das Estadion do Maracana in Rio de Janeiro in der unsere Nationalelf den atemberaubenden Sieg gegen Brasilien erzielte und schließlich im Duell gegen Argentinien den Pokal nach Hause holte.

Der Blick auf die Leistung der Bauingenieure, Konstrukteure, Architekten und Arbeiter, die in den letzten Jahren die Kulisse für dieses Turnier geschaffen haben lohnt sich. Jedes Stadion für sich ist eine einzigartige Konstruktion, die regionale Gegebenheiten berücksichtigt und besondere Anforderungen an Baumanagement und Projektkoordination stellt.  Die Arena Amazônia bietet Sitzplätze für 44.500 Fußballfans. Der Amazonas, der Manaus umgibt, und die Strohkörbe der einheimischen Bevölkerung, inspirierten die deutschen Architekten von Gerkan, Marg und Partner (GMP) zu Ihrem Entwurf, welcher von Martifer Construções erfolgreich umgesetzt wurde. Um die innovativen Stahlkonstruktionen rechtzeitig zu den Spielen fertigstellen zu können, enstschied sich Martifer Construções für die Arbeit mit der BIM-Software Tekla Structures.

Das Stadion ist umgeben von einer aufwendigen Stahlkonstruktion und umfasst eine Dachfläche von 23.000 Quadratmetern. Es ist mit durchsichtigen weißen PTFE-Membranen bespannt, die dafür sorgen, dass die Temperatur im Stadium gesenkt wird. Durch den klugen Einsatz der BIM-Software von Tekla konnte das Bauunternehmen seine Produktivität beim Bau der Arena Amazônia in Manaus, Brasilien um 20 % steigern und seine Effektivität um 30%.

Mehr zu den Stadien in Brasilien

Video ansehen

 

Künftige Gebäudeinformationsmodelle werden im Internet verwaltet

Das Thema Building Information Modeling (BIM) rückt zunehmend in den Mittelpunkt der Baubranche. Wie erfolgreiche Gebäudedatenmodellierung aber genau aussieht, welche Arbeitsweisen und Prozesse ein Bauprojekt letztlich zum Erfolg führen, ist noch immer ein viel diskutiertes Thema. Das von Tekla geleitete Forschungsprojekt DRUM in Zusammenarbeit mit der finnischen Aalto-Universität und weiteren Partnern kam jetzt zu neuen Erkenntnissen.

Das dreijährige Forschungsprojekt stellt vor allem die weit verbreitete Annahme,  dass Gebäudeinformationen über ein zentrales, sperriges Modell verwaltet werden müssen, in Frage. Das wichtigste Ergebnis der Untersuchung ist ein offenes Konzept, welches darauf fußt, Gebäudeinformationen über das Internet zu verlinken und zu verwalten und die Informationen über das Internet auszutauschen. Das Gebäudedatenmodell besteht gemäß diesem Konzept aus kleineren, zusammensetzbaren Modellen, die miteinander verbunden sind und separat über das Internet bearbeitet und aktualisiert werden können. Dadurch entstehen weniger Konflikte zwischen verschiedenen Projektbeteiligten und die Nutzung der Informationen wird erleichtert.

„Wir erwarten, dass die Ergebnisse in der Bauindustrie in zwei bis drei Jahren umgesetzt werden und die Softwarehäuser damit beginnen, das entwickelte Konzept anzuwenden“, berichtet Ilkka Romo Entwicklungsdirektor des schwedischen Bauunternehmens Skansa, einem Forschungspartner von DRUM.

Die Ergebnisse des Forschungsprojekts DRUM wurden international wahrgenommen. Derzeit formiert sich ein Netzwerk an Forschern um das Thema.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt

 

Mobile BIM-Zusammenarbeit: Laden Sie Tekla Field3D jetzt herunter

Tekla Field3D ist ein leistungsstarkes, mobiles BIM-Werkzeug mit dem Sie große Datenmengen und detailgetreue Gebäudemodelle mühelos in den Griff bekommen. Mit der neuen mobilen Anwendung können Fachleute aus dem Bereich AEC (Architecture, Engineering & Construction) BIM mit ihren iOS-Mobilgeräten mit auf die Baustelle nehmen. Tekla Field3D-Anwender können mit allen Projektbeteiligten zusammenarbeiten, einschließlich der Mitarbeiter, die keinen Zugang zu Desktop-BIM-Software oder keine tief gehenden Kenntnisse über die 3D-Modellierung haben.

Da sich Tekla mit Überzeugung zum  Open BIM-Konzept bekennt, erlaubt auch die neue mobile Lösung die Kombination von IFC-Modellen auf iOS-Geräten und die Anzeige und den Austausch von Informationsmodellen von unterwegs.

Weitere Informationen und den kostenfreien Download finden Sie auf der Website von Tekla Field3D.

 

Tekla Structures Anwendertreffen 2014

Was sind die neusten Funktionalitäten von Tekla Strucures Version 20? Welche Chancen bietet die BIM-Software und wie arbeiten andere Unternehmen damit? Insgesamt 160 Teilnehmer informierten sich beim Tekla Structures Anwendertreffen 2014 am 15. und 16. Mai 2014 über die neusten Entwicklungen rund um Tekla.

Neben den Präsentationen des Tekla Teams berichteten Max Bögl, Unger Stahlbau, und die Ingenieurbüros PLANHOCH 2 und pbb Planung + Projektsteuerung über ihre Erfahrungen mit der Software und aktuelle Projekte. Partnerunternehmen Scia stellte die Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Tragwerksplanung und Statik basierend auf dem OpenBIM-Konzept vor. Während der angeschlossenen Updateschulung lernten die Anwender die neusten Funktionalitäten für Stahl- und Betonbau kennen sowie hilfreiche Tipps und Tricks. An Informationsständen konnten sich die Besucher zudem je nach individuellen Interessen über Themen wie die Tekla Open API, Extensions, Lizenzierung oder Zeichnungen informieren. Zwischen den Vorträgen und während der gemeinsamen Abendveranstaltung blieb reichlich Zeit für den Austausch mit anderne Anwendern und dem Tekla Team.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für Ihren Besuch und das rege Interesse!

Fotoalbum der Veranstaltung

 

Die Kelpies: Stählerne Pferdeköpfe im schottischen Falkir

Im schottischen Falkirk ragen seit diesem Jahr riesige Pferdeköpfe aus der Landschaft: Die Köpfe sind „The Kelpies“, zwei 30 Meter hohe Stahlskulpturen.Die Skulpturen im neuen Erholungsgebiet in Falkirk, Schottland wurden von dem Glasgower Bildhauer Andy Scott geschaffen, und von SH Structures in riesige Skulpturen umgewandelt. Sie wählten Tekla-Software für das Projekt.

Der Legende nach sind Kelpies schottische Wassergeister in Pferdegestalt, die in den Flüssen des Hochlands leben und dort Wanderer ins Wasser locken. Die weithin sichtbaren Skulpturen am Forth and Clyde-Kanal bei Falkirk sind zwar weniger gefährlich, dafür aber umso beeindruckender. Die Pferdeköpfe bestehen aus einem inneren Stahlgerüst aus bis zu zwölf Meter langen Stahlrohrgittern. Auf diesem Rumpf ist eine äußere Verkleidung, das „Fell“, aus lasergeschnittenen, rostfreien Stahlplatten angebracht, die mit mehr als 10.000 maßgefertigten Befestigungselementen an ihrem Platz gehalten werden.

Die komplexe Form des Pferdekopfes und das hohe Gewicht der Materialien erforderten sowohl in der Planung als auch in der Bauphase eine sehr detaillierte 3D-Modellierung. Mit Hilfe des Datenmodells konnten auch kleinste Details und außergewöhnlichste Formen veranschaulicht werden. Zudem vereinfachte es die Überprüfung der Maßstäbe und die Positionierung der verschiedenen Bauelemente. Anhand des Modells konnte außerdem die Menge an benötigten Baumaterialien besser kalkuliert werden. Schließlich diente es auch als Basis für die Montageplanung: die Ingenieure definierten Einzelteile und Baugruppen, die vormontiert und dann zur Baustelle geliefert werden konnten.

Weitere Informationen und Bilder 

 

ARUPs Projekt OVE: Der 170 Meter große BIM Mann

Mit dem Projekt OVE hat Ingenieurbüro Arup - bekannt für seine kreativen Ansätze für Bauvorhaben - das Potential von Building Information Modeling (BIM) auf eine völlig neue Art und Weise veranschaulicht. Projekt OVE ist eine virtuelle Abbildung der menschlichen Anatomie, welche vollständig auf BIM-Software und Prozessen basiert. Der 170 Meter große BIM-Mann verfügt über ein vollständiges Skelett, atmet, schwitzt und wird hungrig. Für die Modellierung der hoch komplexen Stahlstruktur, welche das gesamte Skelett von OVE darstellt, entschied sich Arup für Tekla.

Zwei Prinzipien standen bei der Konzeption des virtuellen Menschen im Mittelpunkt: Zum einen wollte Arup mit der Geometrie von OVE die menschliche Anatomie so realistisch wie möglich abbilden. Zum anderen sollte OVE durch die Verwendung von BIM Software und Prozessen erschaffen werden, die auch in tatsächlichen Bauprojekten verwendet werden können. Das Ergebnis ist eine beeindruckende Stahlkonstruktion basierend auf intensiver Zusammenarbeit, Interoperabilität zwischen Softwarelösungen und einer leidenschaftlichen Begeisterung für die menschliche Anatomie.

Sehen Sie unser Webinar zum Projekt mit Joe Dukelow und Jonathan Locke von Arup:

ARUP: Better Buildings with Heart and Soul
(in Englischer Sprache)

Technip entscheidet sich global für die BIM-Lösungen von Tekla

Technip, ein führender Anbieter von Projektmanagement- und Ingenieursdienstleistungen für die Energiebranche, wählt Tekla als Partner für Building Information Modeling (BIM). Die strategische Partnerschaft umfasst alle Technip-Niederlassungen weltweit. Die Nutzung der BIM-Software Tekla Structures wird die strukturierte Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen und Standorten erleichtern und die konsequente Umsetzung der BIM-Methode unterstützen. Das französische Unternehmen Technip ist in 48 Ländern mit 40.000 Mitarbeitern vertreten.


 

Pressekontakte: