Projekt OVE: Arup erschafft 170 Meter großen BIM-Mann

Projekt OVE, eine virtuelle Abbildung der menschlichen Anatomie, veranschaulicht das Potential von Building Information Modeling (BIM) auf eine völlig neue Art und Weise. Geschaffen wurde der 170 Meter große BIM-Mann von Ingenieurbüro Arup, bekannt für seine kreativen Ansätze für Bauvorhaben. Ziel des Unternehmens war es, wegweisende Beispiele für die Vorteile von Building Information Modeling in Bauprojekten zu vermitteln und enthusiastische Experten aus der britischen BIM-Gemeinschaft zu involvieren, um die Branche weiter voran zu bringen.

Als Ergebnis wurde OVE geboren. Der BIM-Mann verfügt über ein vollständiges Skelett, atmet, schwitzt und wird hungrig, hat ein Herz und Gehirn. OVE ist der Inbegriff der Umsetzung von BIM in Bauprojekten mit einer aufwendigen Geometrie, unkonventionellem Design und einzigartiger Ästhetik.

Für die Modellierung der hoch komplexen Stahlstruktur, welche das gesamte Skelett von OVE darstellt, entschied sich Arup für Tekla.

Stählernes Skelett lässt OVE aufrecht stehen

Zwei Prinzipien standen bei der Konzeption des virtuellen Menschen im Mittelpunkt: Zum einen wollte Arup mit der  Geometrie von OVE die menschliche Anatomie so realistisch wie möglich abbilden. Zum anderen sollte OVE durch die Verwendung von BIM Software und Prozessen erschaffen werden, die auch in tatsächlichen Bauprojekten verwendet werden können. OVE wurde mehr als nur eine Replikation des menschlichen Körpers: Er ist ausgestattet mit einem informationsreichen Haustechnik-System, welches das gesamte Kreislaufsystem und die Atemwege darstellt. Architektonische Elemente und die Tragwerksplanung geben OVE sein prägnantes Aussehen.

Um die zentralen Organe zu schützen und den BIM-Mann aufrecht zu halten, verfügt OVE über ein Stahlskelett mit stämmigen Beinen, Hüfte und Wirbelsäule. Laut Jonathan Lock, BIM Manager bei Arup, suchte das Projektteam eine Lösung, welche alle nötigen Voraussetzungen mit sich bringt das Projekt zeit- und kosteneffizient umzusetzen. Arup entschied sich für Tekla, um das Skelett von OVE in Gebäudebestandteile mit einer Detailtiefe bis zur Fertigung umzuwandeln.

Vier Teammitglieder arbeiteten zwei Wochen lang an der Erstellung des Skeletts -  vom ersten Entwurf bis zur Detaillierung – parallel zu ihren regulären Aufgaben bei Arup. Das Ergebnis ist eine beeindruckende Stahlkonstruktion basierend auf intensiver Zusammenarbeit, Interoperabilität zwischen Softwarelösungen und einer leidenschaftlichen Begeisterung für die menschliche Anatomie.

Sehen Sie auch unser Webinar zum Projekt: ARUP: Better Buildings with Heart and Soul
(in Englischer Sprache)

Durch die Tragwerksplanung mit Teka konnten folgende Ziele verwirklicht werden:

  • Optimierter parametrischer Entwurf
  • Zielführender Einsatz von BIM
  • Design-Kooperation und Interoperabilität
  • Reduzierung der Zeichnungen
  • Reduzierung von Fehlern
  • Zeit- und Kosteneffizienz
Lösung: