Oltmanns und Partner - Funktionalität gepaart mit anspruchsvoller Architektur

Immer mehr Bauprojekte entstehen im Ergebnis der Planung mit Tekla Structures für den Massivbau. So hat auch einer unserer langjährigen Anwender, das Ingenieurbüro Oltmanns und Partner GmbH in Oldenburg, wieder ein Projekt geplant, bei dem sich anspruchsvolle Architektur mit einer sehr gelungenen Funktionalität paart.

Oltmanns und Partner ist ein traditionsreiches Unternehmen, gegründet im Jahr 1973. Die Oltmanns und Partner GmbH bietet Leistungen an auf dem Gebiet der Tragwerksplanung (Statik), der Schal- und Bewehrungsplanung und dem Massivbau als Komplettanbieter. Letzteres schließt auch Planungsleistungen aus dem Gewerk Heizung/Lüftung/Sanitär durch Einbindung externer Ressourcen ein.

8tallet von der Oltmanns & Partner GmbHDiese vernetzte Planung - so Geschäftsführer Oltmanns - führt zu der gewünschten engen Verzahnung der Planungsgewerke, d. h. "es passt alles!". Dies nicht zuletzt wegen der hervorragenden Datenkompatibilität von Tekla´s Software. Tekla verfolgt damit konsequent den Weg zur Vervollkommnung des Building Information Modeling (BIM).

Anspruchsvolle Architektur - länderübergreifend umgesetzt

Tekla Structures unterstützt die meisten Lösungsansätze durch Bereitstellung von intelligenten Systemkomponenten. Dies können Bauteile, ganze Baugruppen oder auch Verbindungsmakros sein. Intelligent heißt hier, dass sich im Falle der Änderung einer dieser Komponenten alle angeschlossenen Teile an die neue Situation automatisch anpassen. Dies gilt sogar für bereits bewehrte Bauteile. Obwohl die Zahl vorhandener Systemkomponenten groß ist und diese auch für fast alle Standardaufgaben Lösungen anbieten, kommt es doch vor, dass für eine spezielle Situation keine intelligente Systemkomponente verfügbar ist.

Abhilfe schafft hier der in Tekla Structures integrierte Komponenten-Editor mit dem sich jeder Anwender in kurzer Zeit eigene, sog. benutzerdefinierte Komponenten entwickeln kann. Dazu sind keine Programmierkenntnisse erforderlich, alles funktioniert rein grafisch und tabellarisch. Diese Möglichkeit wird gern genutzt, so auch bei diesem Projekt. Die in gelb dargestellten Konsolbalken wurden mehrfach, vor allem im Erdgeschoss verwendet.

Dasselbe gilt für die Bauteile "Wandanschluss" und "Konsolbewehrung". Intelligente Komponente müssen nur einmal entwickelt werden und können danach immer wieder mit nur einem einzigen Mausklick an der richtigen Stelle im Modell platziert werden.

Tekla Structures enthält eine große Anzahl von Werkzeugen für den Ortbeton- und Fertigteilbau incl. Schal- und Bewehrungsplanung. Gerade die Bewehrungsmakros kamen bei diesem Projekt massiv zur Anwendung (Türöffnung und Kragarm). Neben der Mattenbewehrung in der Wand sind auch die Bewehrungszulage in Form von Stabstahl und die Bügelbewehrung im Bereich der Öffnungen erkennbar. Die im Modell sachgerecht verlegte Bewehrung muss selbstverständlich auch gemäß den gültigen Standards auf die Zeichnungen gebracht werden. Auch hier bietet Tekla Structures eine große Gestaltungsvielfalt.

Natürlich gehört zu einer zeitgemäßen Bauplanungssoftware auch die Erzeugung von Daten zur Steuerung einschlägig bekannter CNC-Maschinen. Tekla Structures lässt diesbezüglich keine Wünsche offen. Über die integrierte UNITECHNIK-Schnittstelle werden Steuerungsdaten für Biege- und Bestückungsautomaten geliefert. All dies führt zu einem planmäßigen und termintreuen Bauablauf, nicht nur in den bauvorbereitenden Prozessen. Hier heißt das: Erste Pläne lagen im Dezember 2008 vor. In der Summe rechnet man mit ca. 4000 Plänen. Der Rohbau wird bis Ende 2009 stehen, die Fertigstellung des Bauwerkes ist für Ende 2010 vorgesehen.

Die Arbeit am 8-tallet Projekt mit Tekla Structures:

Patrick Grotelüschen, verantwortliche Planer aus dem Hause Oltmanns

  • Die komplexen, oft schiefwinkelig verlaufenden Strukturen waren komfortabel modellierbar.
  • Die Kooperation über Ländergrenzen hinweg, sowohl mit anderen Nutzern von Tekla Structures als auch mit Nutzern von Drittsoftware funktionierte problemlos.
  • Die Ergebnisse zeigten ein hohes Maß an geometrischer Präzision, so war auf der Baustelle bis dato kaum Nacharbeit nötig.
  • Der leicht beherrschbare Komponenten-Editor ermöglichte es, mit hoher Effizienz und Flexibilität auf alle Nicht-Standard-Probleme einzugehen.
  • Die sehr gute 3D-Visualisierung ermöglichte auch bei geschossübergreifenden Aktionen stets den erforderlichen Überblick zu behalten. Dies zeigte sich u. a. bei der Konstruktion der Zugverankerung vom Keller bis ins Dachgeschoss in Form eines mit Bewehrungseisen und Beton gefüllten Hüllrohres.
  • Letztlich waren auch die Möglichkeiten der Verschickung von Webmodellen oder von Snapshots als Pdf.-Dateien sehr hilfreich bei der Zusammenarbeit mit Auftraggeber, mit anderen Gewerken und auch mit dem Montageteam auf der Baustelle.