Heembeton: Schneller vom Design zur Herstellung

Der führende Hersteller von Betonfertigrahmen in den Niederlanden, Heembeton, verwendet die Tekla Structures BIM-Software seit 2007. Mithilfe dieser Software kann das Unternehmen den Fertigungsprozess von Anfang bis Ende signifikant beschleunigen. Möglich wird dies dank der vielen technischen Vorzüge, die Tekla zu bieten hat – insbesondere der hocheffektiven Verknüpfung zu Maschinen- und Steuerungssystemen.

„Durch die Verknüpfung von Tekla Structures über Unitechnik mit unserer automatisierten Fertigungsanlage und durch den Einsatz eines SAA-Steuersystems erreichen wir eine minimale Zeitspanne von nur einem Tag vom Entwurf bis zur Produktion“, meint Hans Pieters, Betriebsleiter bei Dutch Heembeton.

Heembeton ist seit 40 Jahren führender Hersteller von Betonfertigrahmen in den Niederlanden mit einem Marktanteil von 60 % bei der Fertigteilproduktion im Wohnungsbau. Das Unternehmen verwendet seit 2007 Tekla Structures, aktualisierte Ende April 2009 auf Version 15 und ist sehr zufrieden damit, den Fertigungsprozess von Anfang bis Ende erheblich beschleunigen zu können.

Ein Modell für alle Bauphasen

Tekla Structures ist ein offenes System, dass eine rasche Entwicklung der Fertigteilindustrie begünstigt. Einer der größten Vorteile für Heembeton ist die Tekla-Datenbank, deren Dateigröße so gering bleibt, dass ein vollständiges Projekt mit vielen Hauseinheiten in nur eine Datenbankdatei passt. Für das Projektmanagement ist das definitiv ein Vorteil. Ein weiterer wichtiger Faktor für Heembeton ist die Multi-User-Funktion, die Tekla bietet. Dasselbe Modell kann von verschiedenen Benutzern gleichzeitig von unterschiedlichen Standorten aus aufgerufen und geändert werden; und aktualisierte Versionen können von jedem Projektmitglied über Webmodelle mithilfe eines einfachen Viewers geprüft und mit Kommentaren versehen werden.

Weniger Vorbereitung, mehr Häuser

Heembeton beschreibt sich selbst als das europaweit modernste Werk für die Produktion von Betonfertigteilen beim Hausbau. 2007 verließen ca. 30.000 Wand-, Boden- und Fassadenelemente das Werk in Lelystad; bis Ende 2010 wird sich diese Zahl voraussichtlich beträchtlich erhöht haben. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde in die Tekla Structures-Software sowie in zwei Multifunktions-Schalungsroboter investiert, deren Konzeption und Installation SAA Engineering, Sommer Anlagentechnik und Hobl übernahmen.

„Die Lernkurve mit Tekla Structures ist wesentlich besser als beim Vorgängerprogramm“, ergänzt Pieters. „Im Vergleich dazu bietet sich jetzt eine vielversprechende Effizienzsteigerung. Die Änderungsverwaltung lässt sich besser steuern, und Zeichnungen sind nur noch zur Überprüfung erforderlich. Für Produktionszwecke sind keine Printversionen mehr notwendig; alle Daten werden digital übertragen.“

„Wir investieren gezielt in diese Art der Entwicklung, denn zahlreiche große holländische Bauunternehmen sind an Kooperationen in einer BIM-Umgebung interessiert. Daneben versuchen wir auch, mittelständische Bauunternehmer für die Vorteile von 3D zu begeistern. Zudem planen wir die Nutzung der Webmodellfunktionalität. In Kürze werden unsere Mitarbeiter bei der Montage den Tekla Structures-Web- Viewer zur Ansicht der Modelle verwenden. Wir möchten die Vorbereitungszeit von 14 auf 10 Wochen verkürzen und unser Produktionsvolumen von 7 auf 10 Massivbetonhäuser in einer Woche erhöhen“, sagt Pieters abschließend.

Mit der Produktion optimal verknüpft

Bei Heembeton gehen die Betonfertigteildaten vom Tekla-Modell über einen Unitechnik-Link direkt an das ERP-System des Unternehmens und erneut über Unitechnik an das SAASteuersystem (Leit 2000), das den Schalungsroboter (SAA, Sommer und Hobl) und die Richt- und Schneidmaschinen steuert. „Die Unitechnik-Verknüpfung funktioniert einwandfrei mit Tekla“, bestätigt Pieters. Das Unternehmen plant, die Fertigteilproduktion ähnlich wie die Fließbandfertigung in der Automobilbranche aufzubauen.
 

Durch die Installation neuer Roboter im vorhandenen System werden die Schalzeiten beträchtlich reduziert. Ein kombiniertes Schalungs- und Magnettransportsystem, das von einem Mastercomputer im SAA-System gesteuert wird, ermöglicht eine flexible Belieferung beider Roboter. Die Roboter kalibrieren beispielsweise die Position und Höhe der Paletten, markieren Ränder und Teile, die nicht in die Schalung passen, positionieren Anschlüsse für Fenster und Türen und fixieren die Schalung mit millimetergenauer Präzision auf der Palette. Die dazu benötigten Daten können aus dem Baudatenmodell (BIM) gezogen werden, das in Tekla Structures konstruiert und erstellt wurde.

In Zukunft werden alle integrierten Teile, wie z. B. Steckdosen, ebenfalls mit Tekla konstruiert und von den Robotern in Elementen positioniert. Bei Heembeton werden die herzustellenden Elemente je nach ihrer Komplexität und erforderlichen Verarbeitungszeit in Kategorien eingeteilt. Nach der Positionierung und Kennzeichnung der Formteile unterteilt der mit dem Designsystem verknüpfte Mastercomputer die Paletten je nach aktuellem Status in Verarbeitungslinien. Für jedes Wand- und Bodenelement wird eine Box mit den erforderlichen Einbauteilen vorbereitet und zusammen mit den Paletten zur Verarbeitungsstation transportiert; die Box enthält außerdem die Zeichnungen und Etiketten, die automatisch vom Steuersystem ausgedruckt werden. Der Workflow für Design, Feinplanung, Vorarbeit und Kennzeichnung ist optimal.

Heembeton - Pieters (DE)

Durch die Verknüpfung von Tekla Structures über Unitechnik mit unserer automatisierten Fertigungsanlage und durch den Einsatz eines SAA-Steuersystems erreichen wir eine minimale Zeitspanne von nur einem Tag vom Entwurf bis zur Produktion.
Hans Pieters
Betriebsleiter
Heembeton
Heembeton logo
Heembeton production machinery
Heembeton model detail
Heembeton model image