O’Reilly Concrete – Optimale Lösungen für die Fertigteilindustrie Dank 3D-basierter Planung und BIM

November 8, 2021

Betonfertigteilhersteller O'Reilly setzt auf BIM

 

Irlands führender Betonfertigteilhersteller O'Reilly Concrete wechselte vor fast fünfzehn Jahren von der 2D- zur 3D-Planung. Durch die Einführung der BIM-Software Tekla Structures von Trimble in all seinen Planungsbüros, kann das Unternehmen seine Projekte seitdem wesentlich schneller und kosteneffizienter umsetzen. 

 

 

Mit einer beispiellosen Erfolgsbilanz bei Planungs- und Bauprojekten sowie einem kompletten Sortiment an Betonfertigteillösungen ist O'Reilly Concrete einer der größten und führenden Fertigteilhersteller in Irland und Großbritannien. Das Anfang der 1930er Jahre gegründete Unternehmen bietet Betonfertigteillösungen für alle Bereiche der irischen Bauindustrie.

Wie die meisten Betonfertigteilhersteller arbeitete O'Reilly Concrete traditionell in 2D. Alle Fertigungszeichnungen wurden mit Hilfe einer 2D-CAD-Software erstellt. Doch das Unternehmen hatte stets das Ziel, neue Produkte zu entwickeln. Vor knapp 15 Jahren entschied sich O'Reilly Concrete deshalb für den Wechsel zur 3D-Modellierung und führte die BIM-Software (Building Information Modeling) Tekla Structures in allen seiner Planungsbüros ein. Die Kompetenz in der Entwicklung optimierter Fertigteillösungen ist seitdem einer der wichtigsten strategischen Vorteile des Unternehmens. Durch die Modellierung in 3D kann der Fertigteilhersteller Kunden-Projekte deutlich effizienter abwickeln als mit einer 2D-Lösung.

Betonfertigteilhersteller O'Reilly setzt mit BIM erfolgreich Projekte um.


Warum der Wechsel von 2D auf 3D?

 

Für Richard Kowalski, Technischer Direktor bei O'Reilly Concrete, liegen die Vorteile einer Planung in 3D auf der Hand. „Bevor wir Tekla Structures in unser Unternehmen integrierten, haben wir eine klassische 2D-CAD-Software für das Erstellen der Fertigungszeichnungen verwendet. Das bedeutete, dass es keine Verbindung zwischen Übersichtszeichnungen und Bauteilzeichnungen gab. Alle Änderungen im Entwurf mussten manuell auf den Fertigungszeichnungen geändert werden.“ Nach intensiver Suche entschied sich O'Reilly Concrete für Tekla Structures als zentrales Planungswerkzeug. „Tekla Structures ist eine sehr intelligente Software. Wir können die Entwicklung des Projekts in einem 3D-Modell visualisieren und so alle Kollisionen im Entwurf identifizieren“, berichtet  Richard Kowalski. Das 3D-Modell hilft zudem, den Entwurf zu optimieren, verlässliche Zeichnungen zu generieren und auch Logistik und Montage zu verwalten. 

 

BIM-Modell: Optimierte Arbeitsweise verkürzt Projektzeit

 

Neue Arbeitsweise verkürzt die Projektzeit

O'Reilly Concrete nutzte die Software für eine der damals größten Wohnanlagen in Dublin: Adamstown. 

Richard Kowalski erzählt: „Die Verwendung der Software bei diesem Projekt war eine völlig neue Arbeitsweise für unser technisches Büro. Tatsächlich ist es uns gelungen, die Projekt-Zeit von 20 Wochen auf 16 Wochen zu verkürzen und Konstruktionsfehler um 80 Prozent zu verringern.“

Die Einsparungen wurden hauptsächlich während Entwurf und Detaillierung erzielt. Wenn das 3D-Modell fehlerfrei war, dann waren auch die direkt aus dem Modell erzeugten Fertigungszeichnungen korrekt. Das 3D-Modell ermöglichte es auch, spätere Änderungen einfach anzupassen und alle Zeichnungen zu aktualisieren. Bei der Arbeit in 2D mussten vor Ort üblicherweise viele Bohrungen durchgeführt werden; durch den modellbasierten Prozess konnte dies vermieden werden.

Betonfertigteilhersteller O'Reilly realisiert Wohnanlage Adamstown mit BIM

Als O'Reilly Concrete begann mit Tekla zu arbeiten, verfügte das Unternehmen bereits über eigene firmenspezifische Standardanschlüsse und Details für die Fertigteilproduktion. Die Funktionen innerhalb der Software ermöglichen es, diese exakt nachzubilden. Durch individuelle Anpassungen und automatisierte Abläufe in der Software, kann das Unternehmen so viel Zeit sparen. 

Vollständige Transparenz über alle Projektteams hinweg

Zusätzlich zu seiner BIM-Software bietet Trimble auch einen kostenfreien Viewer, der es jedem Projektbeteiligten ermöglicht, sich das Gebäude anzusehen und den Entwurf zu überprüfen. O'Reilly Concrete erkannte schnell das Potenzial, diese Software als Werkzeug im Projekt- und Fertigungsmanagement einzusetzen.   

Farbcodierung im 3D-Modell mit Tekla BIM-Software

„Mit Tekla Structures können wir ganz einfach nachverfolgen wann jedes einzelne Fertigteil modelliert, gefertigt, geliefert und schließlich montiert wird. Ursprünglich haben wir den Viewer von Tekla nur verwendet, um die Fertigung nachzuverfolgen. Vor einigen Jahren haben wir die Software dann aber auch für unsere Teams eingeführt, die nicht ausschließlich in der Planung arbeiten“, erklärt Kowalski. „Jetzt nutzen unsere Manager das Tool auch für Projektmanagement, Qualitätskontrolle und die Planung des Transports. Auch unsere Montageteams können das Modell einsehen, bevor sie zur Baustelle kommen. Wir setzen außerdem eine Farbcodierung auf dem Modell ein. Unser Kunde kann dadurch den Projektfortschritt jederzeit verfolgen. Tekla Structures ist so zu einem zentralen Baustein der Projektorganisation für unser Unternehmen geworden.“

Neue Aufträge Dank modellbasierter Planung

Neben der Möglichkeit bestehende Kunden über den Projektfortschritt auf dem Laufenden zu halten, fungiert die Trimble-Software für O´Reilly Concrete auch als Verkaufstool und hilft dem Unternehmen neue Projekte zu gewinnen. Ein Beispiel ist das Waterford-Projekt, für das ursprünglich überhaupt keine Fertigteile im Gebäude eingeplant waren. O'Reilly Concrete half dem Designteam, den ursprünglichen Entwurf des Projekts zu verbessern. In enger Zusammenarbeit mit dem Architekten- und Planungsteam konnte das Unternehmen einen völlig neuen, Vorschlag mit Fertigteilen erstellen, der zum erfolgreichen Zuschlag führte.

Betonfertigteilhersteller O'Reilly setzt erfolgreich Bauprojekten mit BIM um.

Verbesserte Kommunikation und gute Zusammenarbeit

Nach dem Umstieg auf die 3D-Planung, meisterte O'Reilly Concrete 2014 mit Tekla Structures auch das erste BIM-Projekt, bei dem alle Informationen über 3D-IFC-Modelle ausgetauscht wurden. Damals lernte die Branche noch die neuen Wege des digitalen Bauens kennen. „Alle Planungsbeteiligten verwendeten unterschiedliche Software, schickten aber IFC-Modelle an den BIM-Koordinator, der die Modelle dann kombinierte, um Kollisionen zu identifizieren und Berichte zu erstellen“, erinnert sich Richard Kowalski. Durch den Austausch von IFC und den Abgleich mit Projektpartnern anhand des 3D-Modells musste das Team von O'Reilly Concrete nicht mehr hunderte von 2D-Zeichnungen erstellen. 
 „Am Anfang hatten wir einige Probleme mit dem Datenaustausch, aber es war eine Lernkurve für alle Beteiligten und am Ende war das Projekt ein echter Erfolg.“

Auch in Zukunft plant O'Reilly Concrete den Einsatz von Tekla-Software weiter auszubauen. Neben dem Einsatz von Tekla Structures und den mobilen Tools will das Unternehmen die Software künftig stärker in seine Produktionsplanungs- und Managementprozesse integrieren. „Wir suchen derzeit nach einem geeigneten ERP-Paket, um eine robuste, beidseitige Verbindung zwischen der Tekla-Software und der ERP-Software herzustellen, um Daten direkt vom Modell in die Produktion übertragen zu können.“

 

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