Holmenkollen Ski Jump modelliert mit Tekla Structures 

11 Januar 2012
Seit 1892 werden auf dem Berg Holmenkollen in der Nähe von Oslo Skisprungwettkämpfe ausgetragen. In diesem Zeitraum wurde die Sprungschanze bereits 18 Mal dem Stand der Technik angepasst. Jetzt wurde die Schanze vollständig neu konstruiert und den Standards des FIS (Internationaler Ski-Verband) angepasst.


Der neue Holmenkollen Ski Jump ragt seitdem mit einer Höhe von 65 Metern über Oslo auf und hat sich zu Norwegens beliebtester Touristenattraktion entwickelt. Mit einer Schanzengröße (Hillsize) von 134 Metern erreicht die einzige Stahlschanze der Welt einen K-Punkt von 120 Metern.

Die einzigartige Konstruktion aus 1200 Tonnen Stahl ist nicht rechtwinklig, sondern in sich verdreht und gekrümmt. Sie trägt den Anlauf und teilt sich am Schanzentisch U-förmig auf. Die beiden Arme der Konstruktion umfassen die Aufsprungbahn und öffnen sich zum Auslauf hin. Aufgrund dieser komplexen Struktur weist jeder einzelne Stahlknotenpunkt eine einzigartige Geometrie auf. Bereits geringe Abweichungen hätten den Montageprozess verzögert und langwierige Nachbesserungen erforderlich gemacht.

Aus diesem Grund entschieden sich die verantwortlichen Stahlbaufirmen COWI und Lecor Steel Technology AB für den Einsatz der Building Information Modelling (BIM) Software Tekla Structures. „Bei einer einzigartigen Stahlkonstruktion wie dem Holmenkollen Ski Jump können wir uns keine Fehler bei der Konstruktionsplanung leisten“, erklärt Andreas Almgren, Manager Structural Enigneering bei COWI. Neben dem Modell der Sprungschanze wurden mit der BIM-Software alle notwendigen Hilfskonstruktionen geplant und der Konstruktionsprozess simuliert. Während der Hebephasen, als die vormontierten Baugruppen mit dem Kran zur Endmontage an ihren Platz gebracht wurden, nutzten die Konstrukteure das 3D-Modell, um die Plankoordinaten der Bauteile mit der tatsächlichen Position abzugleichen. „Tekla Structures ermöglichte uns die umfassende Überwachung und Kontrolle des gesamten Konstruktionsprozesses“, erklärt Tennce Carlsson, Manager bei Lecor Steel Technology. Andreas Almgren ergänzt: „In Anbetracht des engen Zeitplans und weil das Bauwerk aus mehr als 25.000 verschiedenen Teilen besteht, hätten wir das Projekt ohne die Software nicht realisieren können.“

Der Entwurf der dänischen Architekten JDS Architects spricht für sich: Mit dem Holmenkollen Ski Jump wurde Oslo nicht nur Gastgeber der Nordischen Ski-WM 2011, die Skisprungschanze wurde auch mit dem IOC/IAKS-Award ausgezeichnet. Diese Auszeichnung ist der einzige internationale Architekturpreis für Sportstätten und wird alle zwei Jahre unter anderem vom Internationalen Olympischen Komitee verliehen. Im Jahr 2011 landete der Holmenkollen Ski Jump in der Kategorie „Spezielle Sportanlangen“ auf dem ersten Platz.

  
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Tekla Structures model by COWI
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Kontakt
Tekla GmbH
Maria Rink
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Über Tekla
Tekla-Software ermöglicht die Erstellung von digitalen Baumodellen und schafft so Wettbewerbsvorteile für die Bau- und Infrastrukturindustrie. Tekla ist in 15 Ländern vertreten, hat Kunden in fast 100 Ländern und verfügt über ein weltweites Partner-Netzwerk. Das im Jahr 1966 gegründete Unternehmen ist eine der weltweit ältesten Softwarefirmen. Seit 2011 gehört Tekla zur Trimble-Group. www.tekla.com

Über Tekla Structures
Mit der Technologie von Tekla eröffnen sich dem Baugewerbe völlig neue Möglichkeiten. Tekla Structures ist die modernste BIM-Software (Building Information Modeling) auf dem Markt und bietet eine präzise, dynamische und datenintensive 3D-Umgebung, die von Bauunternehmern, Bauingenieuren, Teilkonstrukteuren Konstrukteuren uund Fertigungsbetrieben sowohl im Stahl- als auch Betonbau gemeinsam genutzt werden kann. Dank der großen Detailtreue der mit Tekla Structures erstellten digitalen Baumodelle werden eine projektspezifische Bauablaufplanung und eine optimale Produktionssteuerung möglich. Die Zentralisierung modellbasierter und sonstiger Daten im Modell erlaubt einen höheren Kooperations- und Integrationsgrad bei Projektmanagement und –auslieferung. Ergebnis ist eine größere Produktivität, weniger Ausschuss und ein höherer Nutzwert der Konstruktionsmodelle.